Tierische Erzeugung

Auf einen Blick

Die Verbraucherpreise für tierische Erzeugnisse sind seit Beginn 2025 erneut gestiegen. Zwar hat sich die Kaufkraft der Verbraucher 2025 weiter verbessert, der starke Preisanstieg, insbesondere bei Fleisch, dürfte die Kaufzurückhaltung bei tierischen Erzeugnissen jedoch wieder verstärkt haben.

Die Preise für Schlachtrinder sind seit Anfang 2025 deutlich gestiegen. Hauptgrund für den Preisanstieg war eine gute Nachfragesituation in Verbindung mit einem geringen Angebot am Schlachtrindmarkt. Die Preise für Schlachtschweine sind seit Beginn 2025 hingegen gesunken. Ursache dafür ist ein Angebotsüberhang bei zugleich schwacher Schweinefleischnachfrage. Zusätzlicher Druck auf die Nachfrageseite ergibt sich indirekt durch die Zölle Chinas auf Schweinefleisch aus der EU.

Die Erzeugerpreise für Milch setzten ihren Aufwärtstrend im ersten Halbjahr 2025 fort. Hauptgrund für den weiteren Preisanstieg war ein rückläufiges Milchangebot im ersten Quartal 2025 bei anhaltend guter Nachfrage. Die prognostizierte Zunahme des Milchangebotes im vierten Quartal 2025 dürfte den Milchpreis aber negativ beeinflussen.

Während die Gewinne der Veredlungsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2023/24 gestiegen sind, mussten die Futterbaubetriebe teils deutliche Gewinneinbußen hinnehmen. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 dürfte die Branche bei stabilen Betriebskosten und höheren Erzeugerpreisen für Schlachtvieh, insbesondere Rinder, eine positive Gewinnentwicklung verzeichnen.

Die flächengebundene Tierhaltung ist ein Konzept zur nachhaltigeren Gestaltung der Viehhaltung. Diese verknüpft die Anzahl der Tiere auf einem Betrieb mit der dort verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzfläche. Die Flächenbindung ist für viele viehintensive, konventionelle Betriebe jedoch nur schwer umsetzbar.

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