Grundstückserschließung und Bauträger

Auf einen Blick

Noch hohe Hypothekenzinsen und Baupreise sowie der Einbruch bei den Baugenehmigungen und Fertigstellungen belasten den Wohnungsbau und damit die Branchenkonjunktur der Bauträger für Wohngebäude. Im gewerblichen Hochbau und für die Bauträger von Nichtwohngebäuden ist die konjunkturelle Lage infolge gestiegener Baugenehmigungen und gewachsener Auftragsbestände etwas weniger kritisch.

Unter diesen angespannten Anforderungen bewerteten die an den ifo Konjunkturumfragen teilnehmenden Unternehmen aus dem Wohnungsbau und dem gewerblichen Hochbau ihre Geschäftslage im September 2024 deutlich überwiegend als negativ. Was die Geschäftserwartungen bis März 2025 betrifft, so hatte der Pessimismus leicht nachgelassen.

Die hohe Nachfrage nach Wohnraum und lockerere Finanzierungsbedingungen ebenso wie nur noch verhalten steigende Baupreise und kräftige Einkommenszuwächse der privaten Haushalte dürften den Wohnungsbau 2025 mehr und mehr stützen: Nachdem die nominalen Wohnbauinvestitionen 2024 noch um 2,6% gesunken waren, werden sie sich nach Einschätzung des ifo Instituts im Jahr 2025 stabil entwickeln. Im gewerblichen Hochbau prognostiziert das ifo Institut angesichts niedrigerer Zinsen, stabilerer Baupreise und einer Abarbeitung der Auftragsbestände für 2025 sogar eine Zunahmen der nominalen Bauinvestitionen um 3,5%.

Bei den Bauträgern von Wohngebäuden dürften die Umsätze 2024 deutlich nachgeben. 2025 bleibt herausfordernd, wenngleich der Umsatzrückgang etwas weniger stark ausfallen sollte. Bei den Bauträgern von Nichtwohngebäuden sollten sich nach einem ebenfalls schwierigen Jahr 2024 die Umsätze 2025 dann stabilisieren.

Aufgrund anhaltender Finanzierungsprobleme der Branchenunternehmen durch noch hohe Zinsen, steigende Personalkosten und eingeschränkte Geschäftstätigkeit infolge der noch verhaltenen Nachfrage dürfte die Ertragslage in der Grundstückserschließung und bei den Bauträgern 2024 und 2025 angespannt bleiben.

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