Hochbau

Auf einen Blick

Das sogenannte Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität dürfte zwar die Wirtschaft stimulieren, dem rohbaulastigen Hochbau aber nur wenige Impulse bescheren. So fließen die zusätzlichen Investitionsmittel vorrangig in Tiefbauten. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Sanierung kommunaler Gebäude, wovon vorwiegend das Ausbaugewerbe profitieren wird.

Der Wirtschaftszweig „Dachdeckerei und Zimmerei“ hat die Neubaukrise gut überstanden, weil die Betriebe auf den robust laufenden Bestandssektor ausweichen konnten. Die klassischen Rohbaufirmen verzeichneten dagegen erheblichen Gegenwind. Inzwischen melden sie zwar wieder steigende Umsätze, die Situation bleibt aber auch 2026 angespannt.

Angesichts der stabilen Nachfrage nach Bestandsleistungen bei gleichzeitig hoher Auslastung dürfte sich die Ertragslage der Dachdecker und Zimmerer 2026 weiter verbessern. Insbesondere der weiterhin schwache Wohnungsneubau verhindert eine deutlichere Aufhellung im Bereich „Bau von Gebäuden“.

Bei der Erreichung der ESG-Ziele unterstützen die Interessenvertretungen die ausführenden Betriebe über unterschiedliche Aufklärungsaktivitäten und Beratungskanäle. Dabei geht es weniger um die Bauwerke selbst, sondern um die Art und Weise des Wirtschaftens der einzelnen Akteure. Die Kleinteiligkeit der Branche erschwert in hohem Maße die Bestandsaufnahme und die Ableitung eines aggregierten Investitionsbedarfs.

Auch die auf dem Ausbildungsmarkt recht erfolgreichen Zimmererbetriebe haben zunehmend mit Fachkräftemangel zu kämpfen. Gerade die größeren Firmen sind davon betroffen und fordern daher Unterstützung von der Politik in Form von steuerbefreiten Überstunden und dem regulären Einsatz von Leiharbeitern.

Zurück zur Übersicht