Gewinnung von Steinen und Erden

Auf einen Blick

Im Jahr 2024 blieben die Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft schwierig. Hohe Bau- und Immobilienkosten haben den Wohnimmobilienmarkt besonders belastet. Zwar hat die Kreditvergabe im Wohnungsbau im Laufe 2024 wieder etwas an Fahrt gewonnen, das Kreditvolumen blieb jedoch relativ gering. Die Hoffnungen ruhen nun auf einer wirtschaftlichen Belebung und auf weiter steigenden Reallöhnen im Jahr 2025.

Im ersten Halbjahr 2024 lag die kumulierte Produktionsmenge von Steinsalz, gebrochenen Natursteinen, Baukies und Bausand rund 11% unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Umsätze der Gesteinskörnungen waren bis einschließlich September 2024 ebenfalls rückläufig. Der sonstige Bergbau entwickelte sich hingegen positiver. Die Aussichten für das Jahr 2025 sind durchwachsen. Geringe Neubauzahlen und verringerte industrielle Produktionskapazitäten machen Umsatzsprünge unwahrscheinlich.

Die Ertragslage in der Steine-Erden-Industrie blieb 2024 angespannt. Zwar sorgte ein leichter Preisrückgang bei Material und Energie für eine moderate Entlastung, doch das Kostenniveau blieb hoch. Auf der Einnahmeseite führten Umsatzrückgänge bei den Gesteinskörnungen und die Stagnation bei der Überwälzung gestiegener Kosten zu zusätzlichem Druck. 2025 dürfte sich am Ertragspotenzial noch wenig ändern.

Die europäische Verpflichtung zu umfassender Nachhaltigkeitsberichterstattung betrifft indirekt auch kleinere Unternehmen der Steine-Erden-Branche. Ein Verbandsleitfaden bietet Orientierung und erleichtert den Einstieg in die Berichterstattung. Anhand praxisnaher Beispiele können Nachhaltigkeitsdaten effizient erhoben werden. Eine freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung unterstützt dabei, die Anforderungen von Geschäftspartnern und Finanzinstitutionen erfüllen zu können.

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