Alten- und Pflegedienste

Auf einen Blick

Die Zahl der Pflegebedürftigen hat im Jahr 2022 die Fünf-Millionen-Marke überschritten und wird bis 2025 nochmals um 3,7% auf 5,2 Millionen ansteigen. Viele Menschen möchten trotz Pflegebedürftigkeit möglichst lange in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung verbleiben. In der ambulanten Versorgung ist 2024 und 2025 mit weiteren Umsatzsteigerungen zu rechnen.

Die Zahl der Pflegefälle, die vollstationär in Pflegeheimen untergebracht sind, hat nach schwierigen, von der Corona-Pandemie geprägten Jahren erstmalig 2023 das Niveau von 2019 wieder überschritten. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, sodass die nominalen Umsätze im stationären Versorgungssektor 2024 und voraussichtlich auch 2025 zulegen dürften.

Die Ertragslage der Pflegedienste ist 2024 angespannt ausgefallen. Bei den um 5% höheren Sachleistungen, einer steigenden Nachfrage nach ambulanter Pflege und erfolgreichen Pflegesatzverhandlungen der Dienste kann 2025 ein zufriedenstellendes Niveau erreicht werden.

Die Sorge um die wirtschaftliche Zukunft nahm bei Pflegeheimen trotz ansteigender Nachfrage nach Pflegeplätzen 2023 weiter zu. Die Einrichtungen erwarten mehrheitlich eine sich weiter verschlechternde wirtschaftliche Situation (ca. 45%) bis hin zur Existenzbedrohung (ca. 20 %). Das Thema Personalmangel stellt die größte Herausforderung dar. Die Ertragslage der Pflegeheime bleibt 2024 und auch 2025 weiter angespannt.

Mit der geplanten Reform der Pflegefachassistenzausbildung (PflAssEinfG) soll ab 2027 ein eigenständiges und bundeseinheitliches Berufsprofil für die Pflegefachassistenz geschaffen werden. Sie ist ein weiterer Baustein, um dem Fachkräftemangel im Pflegebereich zu begegnen.

Zurück zur Übersicht