Die Konjunktur verzeichnete 2025 ein nur schwaches Wachstum. Die Wirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der durch Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografische Veränderungen und geopolitische Umbrüche geprägt ist. Für 2026 prognostiziert das ifo Institut eine moderate Erholung mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8%.
Die nominalen Umsätze legten 2025 in der Gastronomie leicht zu. Das Umsatzplus resultierte hauptsächlich aus einer dynamischen Entwicklung im Bereich Catering und sonstiger Verpflegungsdienstleistungen. Demgegenüber blieben die Umsätze in der getränkeorientierten Gastronomie nahezu unverändert.
Das Betriebsergebnis dürfte 2025 unter dem Kostendruck und einer hohen Preissensibilität der Konsumenten gelitten haben. Nur wenige Betriebe sahen Spielraum für Preisanpassungen.
Für 2026 deutet sich eine leichte Entspannung an: Die Umsatzsteuersenkung für Speisen seit Januar 2026 entlastet die Betriebe steuerlich, könnte die Margen verbessern und Verluste reduzieren oder in Gewinne umwandeln.
Zur Erreichung von Nachhaltigkeits- und ESG-Zielen (Environmental, Social, Governance) ist die Analyse von Scope-3-Emissionen in der Gastronomie zentral. Sie erfassen alle indirekten Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette: von der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung über Transport und Logistik bis hin zu Verpackung und Entsorgung.