Die Nachfrage nach Gebäudedienstleistungen zeigte sich auch 2024 weitgehend robust. Die nominalen Umsätze sind in allen Teilsparten ein weiteres Jahr in Folge gestiegen. Zugleich wurde die Beschäftigung weiter ausgebaut, insbesondere bei den Sicherheitsdienstleistern. Bei den Reinigungsdiensten zeigte sich dagegen ein Abbau. Anfang 2025 setzte sich das Umsatzwachstum fort, wurde jedoch überwiegend durch Preiseffekte getragen; real legten nur die privaten Wach- und Sicherheitsdienste zu. Aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten wurden Projekte, die über das Tagesgeschäft hinausgehen, häufiger verschoben. Zudem erhöhte sich die Preissensitivität der Auftraggeber.
Trotz leichter Erholungstendenzen in der deutschen Wirtschaft bleibt das Umfeld für die Branche herausfordernd. Die Geschäftserwartungen hellten sich zur Jahresmitte 2025 hin leicht auf, blieben aber von Skepsis geprägt. Grundsätzlich scheint aber 2025 ein moderates Umsatzplus möglich. 2026 könnte die Umsatzdynamik an Schwung gewinnen. Die Hochbaukonjunktur wird aber vorerst wohl schwach bleiben und auch die Nachfrage nach Dienstleistungen rund ums Gebäude belasten. Sicherheitsdienstleister profitieren vom wachsenden Schutzbedürfnis und bleiben weiter im Aufwind.
Die Ertragslage dürfte sich im Branchenschnitt 2025 und voraussichtlich auch 2026 auf gutem Niveau bewegen. Kostensteigerungen beim Personal aufgrund aktueller Tarifabschlüsse sorgten allerdings für einen weiteren Kostenschub. Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns könnte erneute Anpassungen erfordern, vor allem im Hinblick auf den Personal- und Fachkräftemangel.
Digitalisierung und flexible Arbeitsplatzmodelle verändern das Nutzungsverhalten in Büroimmobilien. Der Trend zu kleineren Büros und reduzierter Präsenz führt bei Gebäudedienstleistern zu geringerem Auftragsvolumen in bestimmten Segmenten und erfordert die Anpassung von Geschäftsmodellen.