Die hohe Nachfrage nach Wohnraum, stabilere Baupreise und verbesserte Finanzierungsbedingungen stimulieren 2025 die Branchenkonjunktur. Daher bewerteten die Unternehmen aus der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft ihre aktuelle Geschäftslage auch im Januar 2025 per saldo als günstig. Der Pessimismus bei den Geschäftserwartungen nahm aber wieder etwas zu. Mit der Erwartung steigender Preise zeigten sich die Unternehmen bei der aktuellen Umsatzentwicklung und insbesondere bei den Umsatzerwartungen mehrheitlich optimistisch.
Niedrigere Zinsen, kräftig anziehende Mieten, wieder langsam steigende Immobilienpreise, deutliche Einkommenszuwächse und die anhaltende Attraktivität von Immobilien als Altersvorsorge machen für potenzielle Erwerber den Immobilienkauf als Kapitalanlage oder zur Eigennutzung wieder attraktiver. Zudem motiviert die zunehmende Nachfrage der privaten Haushalte nach Wohnungen (Kauf und Miete) auch dazu, dass gewerbliche Wohnungsbau- und Immobilienunternehmen in den Wohnungsneubau und den Wohnungsbestand (Renovierung, Modernisierung) investieren, da mit wieder moderat steigenden Verkaufspreisen und Mieten zu rechnen ist.
Die Immobilienmärkte dürften sich 2025 weiter beleben. Die zunehmende Nachfrage am Wohnungsmarkt dürfte bei bestehender Angebotsknappheit zu steigenden Kaufpreisen für Eigentumswohnungen und hohen Mieten führen. Zudem dürfte die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft von möglichen weiteren Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank profitieren und somit auch 2025 ein nominales Umsatzplus erreichen.
Die wachsende Komplexität der Aufgaben von Maklern und Hausverwaltern (Energieberatungen, Sanierungen, Online-Eigentümerversammlungen, E-Rechnung) und der Fachkräftemangel führen zu einem stärkeren Kostendruck. Dies wirkt sich auf die Ertragslage in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft aus, die angesichts der noch verhaltenen Geschäftsentwicklung auch für 2025 nur als knapp „zufriedenstellend“ bewertet wird.
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