Bei den IT- und Informationsdienstleistern hat sich der kräftige Aufwärtstrend der nominalen Umsätze bis Mitte 2025 fortgesetzt. Trotz einer Delle blieben die Umsätze bei den IT-Dienstleistern auch danach auf hohem Niveau. In der Telekommunikation nehmen die nominalen Umsätze seit 2023 wieder leicht zu. IKT-Dienstleistungen bleiben also trotz widriger Konjunktur gefragt, was vor allem dem Trend zu datengetriebenen Anwendungen, insbesondere der künstlichen Intelligenz (KI) und Cloud-Lösungen geschuldet ist.
Das Geschäftsklima bei den IKT-Dienstleistungen hat sich seit 2023 nahezu stetig verschlechtert. Seit Ende 2025 gehen die Stimmungskurven jedoch wieder leicht nach oben. Für die IKT-Dienstleister dürfte sich daran trotz des Iran-Konfliktes nichts ändern − eventuell sogar im Gegenteil, können doch digitale Lösungen helfen, den Energieverbrauch zu steuern und zu optimieren. Für 2026 ist daher mit Umsatzzuwächsen zu rechnen.
Die IKT-Dienstleister sind aufgrund der 2022 massiv gestiegenen Strompreise unter Kostendruck geraten. Zwischen 2023 und 2025 gingen die Strompreise etwas zurück, wenngleich immer noch auf hohem Niveau. Dem stehen hohe und weiter steigende Personalkosten gegenüber. Alles in allem stimmen die Umsatzzuwächse vor allem bei den IT- und Informationsdienstleistern positiv und dürften die Ertragslage in den Jahren 2025 und 2026 stützen.
Die künstliche Intelligenz (KI) ist in der deutschen Wirtschaft angekommen. Insbesondere kleine Unternehmen scheinen von den jüngsten Entwicklungen rund um generative KI zu profitieren. Zwischen 2023 und 2025 hat sich der Anteil der Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten, die mindestens eine KI-Technologie nutzen, mehr als verdoppelt. Sie setzen dabei fast genauso häufig wie große Unternehmen Technologien ein, die mit generativer KI zusammenhängen. Daneben profitieren sie außerdem von KI-Anwendungen im Bereich Organisation und Finanzen.