Private Unterrichtsanbieter

Auf einen Blick

Nachdem sich die deutsche Wirtschaft nach über zwei Jahren nicht aus der Stagnation lösen konnte, rechnet das ifo Institut für 2025 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes zwischen 0,4 und 1,1%. Der private Konsum dürfte an Auftrieb gewinnen und um 0,7 bis 1,1% expandieren. Der Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex zeigt noch keine nachhaltigen Aufhellungstendenzen. Die Kleinstunternehmen und Soloselbstständigen blicken mit großer Skepsis auf das erste Halbjahr 2025.

Trotz schleppender Wirtschaftsentwicklung mit Auswirkungen auf Kosteneinsparungen dürfte es den Anbietern von privatem Unterricht gelungen sein, auch 2024 Umsatzzuwächse zu erzielen. Für 2025 lassen die zurückkehrende Kaufkraft der privaten Haushalte und Anpassungserfordernisse in der Wirtschaft grundsätzlich eine robuste Nachfrageentwicklung für weite Teile der Branche erwarten. So dürfte der Fort- und Weiterbildungsbedarf etwa durch dynamische Veränderungen in der Arbeitswelt, neue digitale Technologien, Nachhaltigkeitsziele, Fachkräfteengpässe und demographischen Wandel weiterhin hoch bleiben.

Der Ertragsdruck hat 2024 nicht nachgelassen. Besonders weitere Entgeltsteigerungen wirkten ergebnisbelastend. Für viele Fahrschulen ist der Anstieg der Fixkosten mittlerweile die größte Herausforderung. Gestiegene Preise und eine robuste Nachfrage sollten der Branche aber 2024 und wohl auch 2025 eine in etwa gleichbleibende und vielfach zufriedenstellende Ertragslage ermöglicht haben.

Der Fahrlehrermangel kristallisiert sich in den Fahrschulen als langfristiges Problem heraus. Obwohl es bei der Anzahl der Personen mit Fahrlehrerlaubnis in den vergangenen Jahren eine leichte Trendumkehr gegeben hat, reicht dies vielfach nicht aus, um den Bedarf zu decken. Ein weiteres Problem ist die Altersstruktur: Ein großer Teil der Fahrlehrerschaft dürfte in naher Zukunft in den Ruhestand gehen.

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