Nach hartnäckiger Wirtschaftsflaute dürfte die deutsche Konjunktur ihren Tiefpunkt hinter sich haben. Für 2025 rechnet das ifo Institut zunächst aber nur mit einem geringen Wirtschaftswachstum von 0,3%. Die privaten Konsumausgaben dürften um 0,9% zulegen. Der Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex zeigt nach der Krisenstimmung Anfang 2025 Aufhellungstendenzen. Die Kleinstbetriebe und Soloselbstständigen blicken mit weniger Skepsis auf das zweite Halbjahr 2025.
Viele Anbieter von privatem Unterricht dürften 2025 aufgrund einer grundsätzlich robusten Nachfrageentwicklung und gestiegener Preise Umsatzzuwächse erwarten. So dürfte der Fort- und Weiterbildungsbedarf weiter hoch geblieben sein – bedingt durch Faktoren wie den Strukturwandel, die digitale und sozial-ökologische Transformation sowie den anhaltenden Fachkräfteengpass. Als Anreiz bei der Gewinnung von Fachkräften etwa setzen viele Unternehmen eher auf Weiterbildung als auf höheres Gehalt. Höhere Haushaltseinkommen könnten zudem für zusätzliche Nachfrageimpulse im Sport-, Freizeit- und Kulturunterricht sorgen.
Gute Umsatzaussichten machen 2025 und auch 2026 eine Ertragslage möglich, die in etwa gleichbleibend und vielfach zufriedenstellend ist. Weiter steigende Personalkosten sind für viele Anbieter allerdings äußerst herausfordernd. Höhere Unterrichtsgebühren dürften die Folge sein, was Bildungsangebote wie den Musikschulunterricht für einige Bevölkerungsgruppen weniger zugänglich macht.
In der Weiterbildung gewinnen digitale Lernformate zunehmend an Bedeutung, denn sie ermöglichen einen flexiblen Zugang und Anpassungen an individuelle Kundenbedürfnisse. Auch künstliche Intelligenz kommt zunehmend zum Einsatz. Sie unterstützt die Lernenden und hilft, Prozesse effizienter zu gestalten; Lehrkräfte obsolet werden lässt sie nicht.