Technische Dienstleistungen

Auf einen Blick

Das Jahr 2024 verlief für die technischen Dienstleister positiv. Insgesamt stieg der Branchenumsatz in den ersten drei Quartalen um 4,6%. Trotz einer guten Umsatzentwicklung blieben die Geschäftserwartungen verhalten. Die Baukostensteigerungen, die noch hohen Zinsen und die schwache Entwicklung bei den Investitionen, aber auch geänderte Förderbedingungen und Vergabeverordnungen wirken weiterhin dämpfend auf die Auftragslage im Bauhauptgewerbe, dem Hauptkundensegment der Architektur- und Ingenieurbüros.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes vom Januar 2025 ging das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,2% gegenüber dem Vorjahr zurück. Damit tritt die deutsche Wirtschaft seit nunmehr fünf Jahren auf der Stelle. Die allgemeine wirtschaftliche Stagnation macht vor allem den Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen in Deutschland zu schaffen, deren Anteil unter den technischen Dienstleistern besonders hoch ist. Da der Auftragsmangel für die Branche weiterhin ein wichtiges Thema ist, fällt der Konjunkturausblick insgesamt nur verhalten optimistisch aus.

Im Jahr 2024 konnte die Branche Umsatzzuwächse verzeichnen. Zugleich waren die technischen Dienstleister auf Kostenseite weder allgemeinen Preissteigerungen bei Vorprodukten noch solchen bei der Energie überproportional ausgesetzt. Steigende Personalkosten wurden entweder über Beschäftigungsabbau reduziert oder über höhere Preise an die Abnehmerbranchen weitergereicht. Die überwiegende Mehrheit der technischen Dienstleister dürfte damit in einer guten finanziellen Verfassung in das Jahr 2025 gestartet sein. Sollte auch 2025 ein positives Umsatzwachstum verzeichnet werden, wäre ein gutes Niveau der Erträge wieder möglich.

Laut Umfrage des ifo Instituts vom Juni 2024 beschäftigt sich rund ein Drittel der Unternehmen des Bauhauptgewerbes mit der Blockchain- bzw. Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Angesichts der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten wird deutlich, dass durch die Blockchain-Technologie Architektur- und Ingenieurbüros Planungs- und Bauprozesse transparenter, sicherer und nachhaltiger gestalten und so die Grundlage für innovative und zukunftssichere Arbeitsweisen schaffen können.

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