Versicherungsdienstleistungen

Auf einen Blick

Die Nachfrage nach Versicherungen ist zwar generell über Konjunkturzyklen hinweg weitgehend stabil. Pandemie, Naturgefahren und Kriege sowie das damit zusammenhängende Zins- und Inflationsumfeld haben sich jedoch auf die Beitragseinnahmen ausgewirkt – wenngleich in gegenläufiger Richtung: Während die Beiträge in der Lebensversicherung 2022 und 2023 gesunken sind, haben sie in der Schaden- und Unfallversicherung zugelegt.

Die Stimmung in der Versicherungswirtschaft hat sich seit 2023 laufend verbessert und im ersten Quartal 2024 schließlich einen neuen Höchstwert erreicht. Seitdem trübt sie sich allerdings etwas ein, und zwar bei vielen der erfassten Versicherungssparten. 2024 dürften daher die Beitragseinnahmen nur moderat gewachsen sein. 2025 könnte das Geschäft zusammen mit der langsamen Erholung der Konjunktur dagegen wieder etwas besser verlaufen.

Bei der Schaden- und Unfallversicherung ist die Schaden-Kosten-Quote seit 2021 deutlich höher ausgefallen als in den vorangegangenen Jahren. Dabei ist es nicht garantiert, dass sie auch 2024 und 2025 noch unter der 100%-Quote bleibt. In der Lebensversicherung lassen die hohen Zinsen die Solvenzquoten steigen. Die Vermittlerzahlen dürften angesichts des intensiven Kostendrucks bei den Versicherern 2024 und 2025 weiter zurückgehen.

Umfragen des IT-Verbandes Bitkom zufolge haben knapp 80% der Befragten, die 2024 eine Versicherung erworben haben, diese online abgeschlossen. Der Online-Vertrieb bietet sich vor allem bei jenen Produkten der Schaden- und Unfallversicherung an, für die kein großer Beratungsbedarf nötig ist. Bei komplizierteren Produkten, allen voran in der Krankenversicherung und der privaten Altersvorsorge, bevorzugen Kunden nach wie vor die Vor-Ort-Beratung beim Vermittler.

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