E-Commerce

Auf einen Blick

Sowohl im E-Commerce als auch im Einzelhandel insgesamt blieb das ifo Geschäftsklima im ersten Halbjahr 2025 eingetrübt, wobei es sich im E-Commerce zuvor etwas freundlicher zeigte. Während sich die Umsätze in vielen relevanten Einzelhandelsbereichen rückläufig entwickelten, konnte der reine Versand- und Internet-Einzelhandel im ersten Halbjahr 2025 eine deutliche Umsatzsteigerung erzielen. Allerdings dämpft das schwache Konsumklima vorerst die Aussicht auf eine breite Erholung.

Das Wettbewerbsumfeld im E-Commerce bleibt von intensiver internationaler Konkurrenz und anhaltendem Preisdruck geprägt. Angesichts der zunehmenden Marktdynamik in Verbindung mit der schwachen Konsumnachfrage und rückläufigen Bestellerwartungen sehen immer weniger Unternehmen Spielraum für Preiserhöhungen. Die anhaltende Verlagerung der Nachfrage in digitale Vertriebskanäle spricht dennoch dafür, dass die Umsätze im Online-Handel 2025 und auch 2026 weiter zulegen werden.

Vor dem Hintergrund gestiegener Personal- und Materialkosten dürfte die Ertragslage im E-Commerce angespannt ausfallen. Zwar wurden spürbare Umsatzsteigerungen erzielt, diese dürften jedoch vor allem die gestiegenen Kosten kompensiert, die Ertragslage aber nicht wesentlich verbessert haben. Dies spiegelt sich auch in den Einschätzungen zur Finanzierungssituation wider: Eine wachsende Zahl von Internetversendern berichtet über zunehmende Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung.

Viele Händler entdecken den sogenannten Re-Commerce als strategische Ergänzung zum Neuwarenhandel – sowohl zur Ressourcenschonung und Stärkung der Markenbindung als auch zur Erschließung neuer Kundengruppen. Damit hat sich der Re-Commerce zu einem sehr spannenden Wachstumstreiber des E-Commerce entwickelt, bleibt zugleich aber auch äußerst anspruchsvoll in Bezug auf operative Effizienz und Rentabilität.

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