Einzelhandel Haus und Heim

Auf einen Blick

Die allgemeine Konsumflaute und in besonderem Maße die Zurückhaltung bei zahlreichen Bauprojekten haben der Branche auch 2024 zugesetzt. Vor allem der Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und sonstigem Hausrat erlitt deutliche Umsatzeinbußen. Bei Bau- und Gartenfachmärkten fiel die Umsatzbilanz im ersten Quartal 2024 nach witterungsbedingt frühem Start der Gartensaison noch sehr positiv aus.

Konsumverzicht, lange Schlechtwetterperioden und besonders die rückläufige Bautätigkeit ließen die Umsätze allerdings danach schrumpfen. Der künftigen Geschäftsentwicklung sahen die Händler Ende 2024 mehrheitlich mit Sorge entgegen. Trotz sich aufhellender Konsumstimmung bleiben die Wachstumsaussichten 2025 eingeschränkt. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist damit zu rechnen, dass Konsumenten insbesondere bei größeren Neuanschaffungen sehr überlegt kaufen oder Ausgaben aufschieben. Vor allem aber fehlen aufgrund des schwachen Baugeschehens weiterhin wichtige Impulse.

Die Ertragslage stellt sich aufgrund der nicht nachlassenden Kostenbelastung 2024 und voraussichtlich auch 2025 lediglich als knapp ausreichend dar. Ein striktes Kostenmanagement und Anpassungen von Organisation und Prozessen dürften helfen, Produktivitätsverluste abzufedern. Angesichts fehlender Kundschaft zieht eine Reihe von Händlern aber auch einen Arbeitsplatzabbau in Betracht.

Rund um den Heimwerker- und Gartenbedarf sind Online-Marktplätze wie Temu bis dato für die Kunden auch aus Qualitäts-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitsbedenken kaum relevant. Gleichwohl erhöht die wachsende Anzahl alternativer Plattformen den Marktdruck. Kleinflächenformate in urbanen Gebieten bieten etwa Chancen für noch näheren Kundenkontakt und Einkaufserlebnisse vor Ort.

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