Einzelhandel Verlagsprodukte

Auf einen Blick

Die allgemeine Konsumflaute schlägt sich auch im Einzelhandel mit Verlagsprodukten nieder. Die Umsatzdynamik flachte bereits im zweiten Halbjahr 2023 spürbar ab. Am Ende des ersten Halbjahres 2024 lagen die nominalen Spartenumsätze nur noch knapp über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Der Buchhandel konnte nach einem schwungvollen ersten Quartal immerhin noch leichte Zugewinne verbuchen. Im dritten Quartal sackten die Umsätze jedoch in allen Sparten ab.

An der Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte dürfte sich in naher Zukunft nur wenig ändern. Auch die meisten der an den ifo Konjunkturumfragen teilnehmenden Branchenunternehmen rechnen vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts kaum mit Impulsen. Insbesondere dem Presse- und Schreibwarenhandel dürfte es schwerfallen, bis Ende 2024 zum Vorjahresumsatz aufzuschließen. Für 2025 ist bestenfalls mit niedrigen Wachstumsraten zu rechnen, wobei steigende Preise maßgeblich sein dürften. Das Marktumfeld bleibt angesichts der veränderten Mediennutzung grundsätzlich schwierig.

Die Ertragslage stellt sich angesichts des nicht nachlassenden Kostendrucks 2024 und voraussichtlich auch 2025 unvermindert angespannt dar. Im Buchhandel etwa summieren sich Kostenfaktoren immer mehr auf – von der Energie über die Verpackung bis hin zu steigenden Portogebühren. Insbesondere kleinere Branchenunternehmen dürften zunehmend an ihr Limit geraten.

Generell hat die Bedeutung von Lesemedien in den zurückliegenden Jahren immer mehr abgenommen. Bücher erreichen noch immer eine breite Leserschaft. Zeitungen und Zeitschriften haben aber mittlerweile deutlich an Zuspruch verloren, vor allem bei jungen Zielgruppen.

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