Die deutsche Wirtschaft stagniert seit über zwei Jahren. Im Winterhalbjahr 2024/25 wird eine langsame Erholung für möglich gehalten, die jedoch nicht an den Wachstumstrend vor der Pandemie anschließen kann, da strukturelle Anpassungen die Wirtschaftsaussichten belasten. In ihrer Gemeinschaftsdiagnose vom Oktober 2024 prognostizierten die Wirtschaftsforschungsinstitute für 2024 einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1%, gefolgt von einem Wachstum von 0,8% im Jahr 2025.
Die Baustoffindustrie musste 2024 bis einschließlich August einen Umsatzrückgang von 6,7% hinnehmen. Der verringerte Output machte sich sowohl bei den geleisteten Arbeitsstunden als auch der Zahl der Beschäftigten negativ bemerkbar. Innerhalb der Sparten wurden in allen Bereichen Umsatzrückgänge vermeldet. Besonders deutlich fiel das Minus bei den baunahen Herstellern aus. 2025 dürfte die erhoffte gesamtwirtschaftliche Belebung die Umsatzrückgänge der Baustoffindustrie abmildern.
Die Unternehmen der Baustoffindustrie bewerteten ihre Geschäftslage überwiegend negativ, so das Ergebnis der ifo Konjunkturumfrage im Herbst 2024. Zwar hat sich der Abwärtstrend im Vergleich zu 2023 etwas abgemildert; eine Verbesserung ist jedoch noch nicht zu erkennen. Was die Aussichten für das Winterhalbjahr 2024/25 betrifft, keimte etwas Hoffnung auf. Hierzu dürften neben einer leicht verbesserten Bewertung des Auftragsbestandes auch weitere Stützungsmaßnahmen für die Bauindustrie beigetragen haben.
Im August 2024 wurde die Bundesförderung Industrie und Klimaschutz ins Leben gerufen, um die klimafreundliche Transformation der deutschen Industrie zu unterstützen. Zielgruppen sind insbesondere energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl, Glas, Keramik und Zement. Gefördert werden Vorhaben zur Dekarbonisierung sowie Forschungsprojekte, die CO2-Emissionen langfristig reduzieren helfen.
Zurück zur Übersicht