Baustoffindustrie

Auf einen Blick

Die Entwicklung der deutschen Konjunktur dürfte 2025 die Talsohle erreicht haben. In der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2025 der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute vom September 2025 wird eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 0,2% für das Gesamtjahr 2025 erwartet. 2026 wird ein deutlicherer Anstieg um 1,3% prognostiziert, der vor allem auf die finanzpolitischen Impulse der Regierung zurückzuführen ist. Gestiegene Zölle und Wettbewerbsdruck hemmen allerdings das Wachstum.

Bis einschließlich August 2025 verzeichnete die Baustoffindustrie einen Umsatzrückgang von 4,1%. Sowohl der Inlands- als auch der Auslandsumsatz waren dabei rückläufig. Die Produktionsleistung bewegt sich seitwärts. Alles in allem dürften die Umsätze 2025 rückläufig ausgefallen sein. 2026 besteht die Chance, dass die Baustoffindustrie wieder auf den Wachstumspfad einschwenkt.

Die im Rahmen der ifo Konjunkturumfragen erhobenen Einschätzungen zur Ertragslage in der Baustoffindustrie haben sich 2025 erneut verschlechtert. Die Ertragslage ist als sehr schlecht zu bezeichnen. Für 2026 deutet sich jedoch eine allmähliche Verbesserung an: Das erwartete Wirtschaftswachstum dürfte der industriellen Nachfrage neue Impulse verleihen und auch erste Infrastrukturprojekte aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen, die ab 2026 starten, könnten die Baustoffnachfrage spürbar beleben.

Kalkprodukte tragen zur Reinigung von Metallen, zur Festigkeit von Baustoffen oder zur Qualitätssteigerung von Glas und Papier bei. Ihre Herstellung ist jedoch CO2-intensiv. Die Branche hat deshalb Pläne für einen Reduktionspfad erarbeitet. Bis 2045 soll die Branche so nicht nur klimaneutral, sondern sogar CO2-negativ wirtschaften. Die hierfür benötigten Investitionen werden auf 3 bis 5 Mrd. € geschätzt.

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