Elektrische Ausrüstungen

Auf einen Blick

In den ersten drei Quartalen 2024 verfehlten die kumulierten Umsätze der Branche das Niveau des Vergleichszeitraumes um durchschnittlich 12,5%. Im vierten Quartal dürften die Umsätze erneut zurückgegangen sein, wenngleich weniger kräftig. Insgesamt dürften die Hersteller elektrischer Ausrüstungen das Jahr 2024 mit einem deutlichen Umsatzminus abgeschlossen haben.

Vor allem fehlende Aufträge behinderten 2024 die Produktionstätigkeit der Branche. Dagegen entspannte sich die Situation bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten spürbar. Aufgrund der schwachen Branchenkonjunktur fiel auch der Fachkräftemangel weniger ins Gewicht.

Im Jahr 2025 ist mit einer leichten Umsatzbelebung zu rechnen. Positive Effekte dürften von moderat steigenden Auslandsumsätzen ausgehen. Vor allem die anziehende Konjunktur in wichtigen europäischen Abnehmerländern dürfte das Auslandsgeschäft der Hersteller elektrischer Ausrüstungen stützen. Von der Bauwirtschaft werden auch 2025 angesichts erneut rückläufiger Bauinvestitionen und der weiter sinkenden Zahl fertiggestellter Wohnungen voraussichtlich kaum zusätzliche Wachstumsimpulse ausgehen.

Die Ertragslage kann im Jahresschnitt 2024 nur als angespannt eingestuft werden. Auch wenn die prognostizierte leichte wirtschaftliche Erholung 2025 eintritt und Maßnahmen zur Kostenreduzierung konsequent umgesetzt werden, dürfte sich die betriebswirtschaftliche Verfassung der Hersteller elektrischer Ausrüstungen 2025 nur langsam wieder entspannen und bestenfalls ein knapp zufriedenstellendes Niveau erreichen.

Immer mehr Hersteller elektrischer Ausrüstungen setzen auf den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). Laut einer Umfrage des ifo Instituts nutzten im Juni 2024 bereits 27% der Branchenunternehmen KI-Technologien; im Juni 2023 waren es noch 16,7%.

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