Die Wachstumsdynamik in der Nahrungsmittelindustrie hat sich 2024 weiter abgeschwächt. In den ersten drei Quartalen konnte diese Teilbranche der Ernährungsindustrie nur ein leichtes Umsatzplus erwirtschaften. Während die Obst und Gemüse verarbeitende Industrie ein kräftiges Umsatzplus erwirtschaften konnte, mussten die Hersteller pflanzlicher und tierischer Fette / Öle erneut einen Umsatzrückgang hinnehmen.
Der Geschäftsklimaindex in der Nahrungsmittelindustrie bewegte sich 2024 seitwärts. Lediglich die Geschäftserwartungen zeigten zum Jahresende 2024 einen verhaltenen Trend nach oben. Was die größten Sparten der Nahrungsmittelindustrie betrifft, war im Dezember 2024 nur die milchverarbeitende Industrie positiv gestimmt.
Die Getränkeindustrie konnte ihren Wachstumskurs 2024 zwar beibehalten, allerdings mit etwas geringerer Dynamik als im Vorjahreszeitraum. Vor allem die Hersteller von Traubenwein sowie die von Mineralwassern und Erfrischungsgetränken konnten ein deutliches Plus beim Auslandsumsatz erzielen.
Trotz hoher Preissteigerungen bei Agrarrohstoffen, Energie und Personal dürfte sich die Ertragslage in der Ernährungsindustrie 2023 und 2024 verbessert haben. Positive Impulse für die Ertragslage dürften sich 2025 vor allem durch die weitere Erholung des privaten Konsums und einer geringeren Dynamik bei den Personalkosten ergeben.
Das Marktforschungsunternehmen Mintel prognostiziert in seiner Studie „2025 Global Food and Drink Trends“, dass vier Trends die Lebensmittel- und Getränkeindustrie in den nächsten Jahren nachhaltig verändern werden: Dazu zählen ein stärkerer Fokus auf Nährwerte, eine Abkehr von traditionellen Konsummustern sowie Veränderungen bei der Beschaffung von Inhaltsstoffen und dem Einsatz von Technologie
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