Die Wachstumsdynamik in der Nahrungsmittelindustrie hat sich 2025 weiter verbessert. Während die Hersteller sonstiger Nahrungsmittel ein kräftiges Umsatzplus verbuchen konnten, erlitt die fischverarbeitende Industrie deutliche Verluste. Mit der zu erwartenden Verbesserung des allgemeinen Konsumklimas im Verlauf 2026 kann die Nahrungsmittelindustrie auf weitere Umsatzzuwächse hoffen.
Die positive Umsatzentwicklung der Nahrungsmittelindustrie spiegelte sich allerdings nicht im Geschäftsklimaindex wider. Die Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie bewerteten sowohl ihre Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen im Dezember 2025 mehrheitlich negativ. Während sich die Geschäftslage der Hersteller von Back- und Teigwaren im Verlauf 2025 stabil positiv zeigte, trübte sich die Stimmung in der Milchverarbeitung deutlich ein.
Die Getränkeindustrie konnte ihren Wachstumskurs von 2024 in den ersten drei Quartalen 2025 nicht fortsetzen. In der Herstellung von Spirituosen zeigte sich ein gegenläufiger Trend: Während die Inlandsumsätze zurückgingen, konnte das Exportgeschäft kräftig zulegen.
Die nach wie vor hohen Energie- und Personalkosten sowie die schwache Umsatzentwicklung dürften die Ertragslage 2024 und 2025 belastet haben. 2026 dürften sich positive Impulse für die Ertragslage ergeben, vor allem weil sich der private Konsum weiter erholen und die damit verbundene Absatzlage verbessern dürfte.
Fertiggerichte erfreuen sich hierzulande anhaltend großer Beliebtheit. Sowohl Produktionswert als auch Produktionsmenge stiegen seit 2020 deutlich an. Unter den Fertiggerichten gab es den größten Produktionsanstieg bei Nudel-Fertiggerichten. Im Trend liegen vor allem Gerichte, die als gesund, proteinreich und nachhaltig gelten.