Holz- und Möbelindustrie

Auf einen Blick

Baukrise und schwaches Konsumklima belasten die Holz- und Möbelindustrie stark. Bereits 2023 kam es zu deutlichen Umsatzverlusten, die sich 2024 über alle Sparten hinweg fortsetzten. In der Holzindustrie konnte der negative Umsatztrend in den ersten drei Quartalen 2025 in der Sägeindustrie und in der Holzpackmittelindustrie gestoppt werden, in den baunahen Segmenten sanken die nominalen Umsätze jedoch weiter. Die Möbelhersteller verzeichneten erneut Umsatzrückgänge in allen Sparten.

Die Geschäftserwartungen innerhalb der Branche lassen gegen Ende 2025 Aufhellungstendenzen erkennen. Im Jahresschnitt musste die Holz- und Möbelindustrie jedoch erneut Umsatzrückgänge hinnehmen. Für 2026 besteht Aussicht, dass sich die Umsätze beleben. Im Bausektor verbessern sich die Perspektiven etwas; der Wohnungsbau fasst aber weiterhin nur schwer Tritt. Steigende Realeinkommen könnten 2026 dazu führen, dass aufgeschobene Möbelkäufe nachgeholt werden.

Die Ertragslage blieb in einem Umfeld von weiteren Produktions- und Umsatzrückgängen sowie nicht nachlassendem Kostendruck im Branchenschnitt auch 2025 angespannt. Vorausgesetzt, dass die Umsätze 2026 wieder anziehen, bestehen gute Chancen, dass sich die Situation etwas entspannt.

Wachsende Bürokratieanforderungen und neue Dokumentationspflichten verursachen in der Holz- und Möbelindustrie erheblichen finanziellen und personellen Aufwand. So weisen viele Unternehmen noch große Defizite auf, was etwa die zu erfüllenden Vorgaben der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) betrifft. Durch einen Aufschub der EUDR-Umsetzung ließen sich Lieferengpässe und steigende Einkaufspreise vermeiden, die andernfalls durch den Ausschluss einzelner Lieferanten entstehen könnten.

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