Holz- und Möbelindustrie

Auf einen Blick

In der Holzindustrie entwickelten sich die Umsätze in den ersten drei Quartalen 2024 weiter rückläufig. Sägeindustrie und Holzwerkstoffindustrie mussten wiederholt auch auf wichtigen Auslandsmärkten Dämpfer hinnehmen. Vor allem das anhaltend schwache Baugeschehen setzt der Branche stark zu. Mit dem Wiederanziehen des Außenhandels dürfte in der Holzpackmittelindustrie eine Nachfragebelebung einsetzen. In der Wohnungsbaukonjunktur ist frühestens im späten Jahresverlauf 2025 eine Trendwende zu erwarten.

Die Möbelindustrie bekam sowohl auf dem heimischen Markt als auch auf den meisten europäischen Absatzmärkten Konsumverzicht und stockende Bautätigkeit deutlich zu spüren. Sämtliche Sparten erlitten in den ersten drei Quartalen 2024 Umsatzverluste. Auch die Investitionsgütersegmente Büro- und Ladenmöbel rutschten ins Minus. Für 2025 scheint eine verhaltene Zunahme der Branchenumsätze möglich. Aufgrund des schwachen Wohnungsbaus werden allerdings weiterhin wichtige Impulse fehlen.

Die Ertragslage in der Holzindustrie lässt sich 2024 nur als angespannt einstufen. 2025 könnte sich die Situation langsam wieder entspannen. Allerdings stellen der wachsende Bürokratieaufwand und zusätzliche Dokumentationspflichten, wie sie etwa mit der EU-Entwaldungsverordnung einhergehen, die gesamte Wertschöpfungskette vor große Herausforderungen. In der Möbelindustrie dürfte die Ertragslage wohl auch 2025 kaum besser als angespannt ausfallen.

Als Reaktion auf die Nachfrageschwäche halten sich viele Industrieunternehmen trotz Arbeitskräfteknappheit verstärkt bei der Personalplanung zurück. Immer mehr Unternehmen stoppen Neueinstellungen und planen den Abbau von Arbeitsplätzen. Gleichzeitig steigt die Kurzarbeit; darüber versuchen vor allem auch Unternehmen der Möbelindustrie die Krise abzufedern.

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