2024 setzte sich der Abwärtstrend bei der vom ifo Institut erhobenen Geschäftslagebewertung in der Metallerzeugung und -bearbeitung weiter fort. Die Nachfrage aus den Abnehmerbranchen blieb schwach und ebbte im zweiten Halbjahr 2024 erneut ab. Beim Blick auf die kommenden Monate zeigten sich die Befragten im Dezember 2024 überwiegend pessimistisch, die erhoffte Rückkehr auf den Wachstumspfad könnte im Frühjahr 2025 noch auf sich warten lassen.
Die schwache Industriekonjunktur hat Spuren in den Umsätzen der Metallerzeuger hinterlassen. Von Januar bis einschließlich Oktober 2024 gingen die Branchenumsätze um 5,7% zurück. Besonders schwach entwickelten sich die Geschäfte bei den Herstellern von Stahlrohren und Rohrstücken aus Stahl. Sie dürften besonders unter der geringeren Bautätigkeit gelitten haben. Im Laufe des Jahres 2025 sollte die prognostizierte gesamtwirtschaftliche Erholung wieder ein Umsatzwachstum der Branche ermöglichen.
2024 hatte sich die Ertragslage spürbar eingetrübt. Die vom ifo Institut erhobenen Ertragslagebewertungen sanken weit unter den Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes. Der zunehmende Auftragsmangel brachte die Branche in Schwierigkeiten und die Transformationsbemühungen sorgten für zusätzliche finanzielle Belastungen. 2025 könnte eine mögliche Konjunkturbelebung für eine leichte Verbesserung auf der Einnahmenseite sorgen, dennoch muss mit einer angespannten Ertragssituation gerechnet werden.
Der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG) hat Führungs- und Fachexperten der Branche zu den Mitarbeiterkompetenzen in den Bereichen Digitalisierung und künstliche Intelligenz sowie dem Digitalisierungsgrad der Produktion befragt. Insgesamt fallen die Einschätzungen der Experten eher mittelmäßig aus. Der Verband bietet Hilfestellungen, um die Digitalisierung im Betrieb voranzutreiben.
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