Papier- und Druckindustrie

Auf einen Blick

In der Papier- und Druckindustrie sind die nominalen Umsätze seit dem zweiten Halbjahr 2022 bis Ende 2023 deutlich gesunken. In der Papierindustrie haben sie sich seitdem auf dem Niveau von 2019 eingependelt, während sie in der Drucksparte bis ins dritte Quartal 2024 hinein weiter zurückgegangen sind. Allerdings verzeichneten die nominalen Umsätze beider Sparten 2021 und 2022 ein außerordentlich kräftiges Wachstum, das fast ausschließlich preisgetrieben war.

Nachdem sich die Stimmung in der Papier- und Druckindustrie im ersten Halbjahr 2024 aufgehellt hat, trübt sie sich seitdem wieder ein. Dies gilt für beide Sparten sowohl bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch bei den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Zudem erwarten die Unternehmen sinkende Preise. 2025 dürfte der umsatzsteigernde Effekt der Preise daher endgültig an Bedeutung verlieren, weshalb die nominalen Umsätze stagnieren oder nur moderat wachsen dürften.

Die Gewinne in der Papier- und Druckindustrie dürften 2023 geringer ausgefallen sein. In der Papierindustrie liegt dies vor allem an den seit 2022 deutlich gestiegenen Gaspreisen, in der Druckindustrie an einer Gemengelage aus steigenden Kosten für Energie und Material bei zugleich rückläufigen Umsätzen. Auch wenn sich die Kosten wieder normalisieren dürften, ist angesichts der nur moderaten Umsätze auch für 2024 und 2025 nicht mit einer wesentlich besseren Ertragslage zu rechnen.

Die Papierindustrie zählt zu den energieintensivsten Branchen. Besonders viel Energie wird für die Produktion von Papier benötigt, vor allem in Form von mechanischer Energie, Dampf und gasförmigen Brennstoffen. Der Papierindustrie gelingt es, den spezifischen Energieeinsatz kontinuierlich zu senken. Hierfür bieten datengetriebene Technologien wie künstliche Intelligenz ein großes Potenzial.

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