Papier- und Druckindustrie

Auf einen Blick

Nach einem starken Rückgang im Jahr 2023 dürften die Umsätze der Papierindustrie 2024 stagnieren. Zwar können die Hersteller von Waren aus Papier, Karton und Pappe 2024 mit einem Umsatzplus rechnen, aber die Produktions- und Absatzprobleme der Sparte Papierherstellung dürften den Branchendurchschnitt auf Stagnation herunterdrücken.

Dementsprechend waren vor allem die Papierhersteller 2023 mit ihrer Ertragslage unzufrieden. Sie war auf ein angespanntes Niveau gesunken, auf dem sie 2024 voraussichtlich verharren wird. Die Papier- und Verpackungswarenhersteller dürften zufriedenstellende Ergebnisse einfahren.

Die Nachfrage nach Druckerzeugnissen war 2023 schwach, die Produktions- und Umsatzzahlen bewegten sich im Vorjahresvergleich im Minus. Davon waren alle Sparten der Druckindustrie betroffen. 2024 dürfte zwar etwas besser als 2023 werden, aber im Branchendurchschnitt ist ein weiteres Umsatzminus zu befürchten.

Aufgrund einer nicht ausreichenden Auftragslage verschlechterte sich die Auslastung der Hersteller von Druckerzeugnissen. Die Branche reagierte mit einem Beschäftigungs- und Arbeitsstundenabbau, die Lohnkosten stiegen trotzdem. Die Ertragslage war bei schwacher Konjunktur 2023 angespannt und dürfte das trotz anhaltender Konsolidierung der Branche 2024 bleiben.

Das Europäische Parlament hat sich bei der Verabschiedung einer Verpackungsverordnung im November 2023 gegen eine Bevorzugung der Mehrwegverpackungen ausgesprochen und Recycling als gleichwertige Lösung benannt. Papier, Pappe und Karton bleiben damit nachhaltige Verpackungsalternativen.

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