In der Papier- und Druckindustrie hatten sich die nominalen Umsätze 2024 auf einem stabilen Niveau eingependelt. In beiden Sparten gingen sie allerdings 2025 leicht zurück. Die Entwicklung der nominalen Umsätze war zu einem hohen Grad preisgetrieben. So waren die Preise 2024 in beiden Sparten konstant, dies allerdings auf sehr hohem Niveau. Für die Papierindustrie galt das auch 2025 noch; in der Druckindustrie zeigte sich seit Mitte 2025 eine leichte Abwärtsbewegung.
Angesichts eines schwachen Auftragsbestandes sehen die Unternehmen beider Sparten den kommenden Monaten pessimistisch entgegen, wobei der Papierindustrie insbesondere die fehlenden Aufträge aus dem Ausland zu schaffen machen. Die Umsätze in der Druckindustrie dürften 2026 zunächst stagnieren, in der Papierindustrie dagegen leicht zurückgehen. Im weiteren Verlauf 2026 könnten die Umsätze beider Sparten mit der konjunkturellen Erholung wieder etwas anziehen.
Die Gewinne in der Papier- und Druckindustrie sind 2023 deutlich gefallen und dürften bis 2025 niedrig geblieben sein. Ursache dafür ist in beiden Sparten eine Gemengelage aus deutlich gestiegenen Kosten für Energie und Material bei zugleich schwachen Umsätzen. Selbst wenn sich die Kosten teilweise wieder normalisieren, ließe sich für 2025 und 2026 angesichts der nur moderaten Umsätze kaum eine wesentlich bessere Ertragslage erwarten.
Wer mit Holz und Faserstoffen handelt oder diese verwendet, muss garantieren können, dass sie entwaldungs- und waldschädigungsfrei sind. Das sieht die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten (EUDR) vor. Die Prüfung orientiert sich dabei an drei Risikogruppen. Holz und Faserstoffe, die in Deutschland verwendet werden, stammen in erster Linie aus Niedrigrisikoländern. Altpapier fällt nicht unter die EUDR, hier findet das Lieferkettensorgfaltsgesetz Anwendung.