Sonstiger Fahrzeugbau

Auf einen Blick

Nach einem kräftigen Anstieg 2024 sind die nominalen Umsätze im Sonstigen Fahrzeugbau seit Anfang 2025 zurückgegangen. Dem Luftfahrzeugbau und dem Schiff- und Bootsbau setzen zunehmend die schwierigen Außenhandelsbedingungen zu. Die Inlandsgeschäfte des Sonstigen Fahrzeugbaus konnten dagegen zulegen; Grund dafür sind insbesondere die positiven Entwicklungen in den Zweiradsparten und im Schienenfahrzeugbau.

Die Stimmung in der Branche hat sich seit Mitte 2025 etwas eingetrübt. Die Unternehmen sehen den nächsten Monaten deutlich pessimistischer entgegen. Allerdings sind die Auftragsbücher der meisten Sparten gut gefüllt, was für 2026 eine positive Umsatzentwicklung für die Branche insgesamt erwarten lässt. Hier zeichnen sich vor allem für den Schiff- und Bootsbau sowie für den Schienenfahrzeugbau positive Impulse ab.

Die Gewinne haben sich in den Sparten des Sonstigen Fahrzeugbaus gegenläufig entwickelt. Dem Luftfahrzeugbau machen zunehmend Engpässe bei der Lieferung von Vorprodukten zu schaffen. In der Fahrradindustrie gingen Preissenkungen, um den Absatz zu stabilisieren, zulasten der Profitabilität. Bei den ertragsmäßig schwachen Sparten Schiffbau und Schienenfahrzeugbau könnte sich dagegen die bessere Produktions- und Umsatzentwicklung seit Mitte 2025 auch positiv auf die Ertragslage auswirken.

Bis 2045 wollen Bund und Länder massiv in die Verkehrsinfrastruktur, allen voran in die Schiene, investieren. Davon könnte der Schienenfahrzeugbau profitieren, sofern dadurch die Nachfrage nach Personen- und Güterverkehr auf der Schiene angeregt wird. Die Kunden scheinen durchaus bereit zu sein, in stärkerem Maß von der Straße auf die Schiene zu wechseln. Bislang stand einem solchen Wechsel aber der fehlende Wettbewerb im Schienenverkehr im Weg.

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