Sonstiger Fahrzeugbau

Auf einen Blick

Nach nur eher moderaten Veränderungsraten im Jahr 2023 konnten die nominalen Umsätze im „Sonstigen Fahrzeugbau“ bis Mitte 2024 in der Tendenz wieder zulegen. Dies hängt vor allem mit einem steigenden Auslandsgeschäft zusammen. Dagegen sind die Inlandsumsätze der Branche leicht gefallen.

Die Stimmung in der Branche ist im Mittel über alle Sparten hinweg zuversichtlich und die Auftragsbücher scheinen gut gefüllt zu sein. Dies lässt für 2024 und 2025 eine positive Umsatzentwicklung erwarten. Trotz sehr hoher Preise bleibt der Trend zur Mobilität auf zwei Rädern, insbesondere auf Fahrrädern, bestehen. Der Luftfahrzeugbau und der Schiffbau können vom wieder anziehenden weltweiten Tourismus und der Nachfrage nach Rüstungsgütern profitieren. Dem Schienenfahrzeugbau kommt der Trend zu einer umweltfreundlicheren Mobilität zugute.

Die Unternehmen des Sonstigen Fahrzeugbaus sind einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Dementsprechend waren die Gewinne über mehrere Jahre hinweg in der Tendenz gesunken. In den Jahren 2021 und 2022 konnte die Branche zum Teil wieder etwas höhere Gewinne verzeichnen, 2022 sogar trotz der deutlich höheren Energiepreise. Steigen die Umsätze der Branche − wie angenommen – 2024 stärker an, dürfte sich die Ertragslage auf einem Wert nahe des Langfristmittels stabilisieren.

Der Bund und das Land Niedersachsen fangen gemeinsam die angeschlagene Meyer Werft in Papenburg durch Staatsbeteiligung auf. Ein wichtiges Argument dafür war wohl die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Schiffbaus für die Region und für Deutschland. Auch ging es vermutlich darum, das technologische Know-how der Werft in Deutschland zu halten. Allerdings ist die Kreuzfahrtbranche, für die die Meyer Werft hauptsächlich Schiffe produziert, immer noch sehr umweltbelastend.

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