2024 hielt die Schwächephase der deutschen Wirtschaft an. Dies dürfte mit einer erneut leicht rückläufigen Abfallmenge einhergegangen sein. Auch der Außenhandel mit Abfällen blieb 2024 ohne Schwung. Leicht positive Umsatzeffekte gingen von der Erholung der Großhandelspreise für eine Reihe von Sekundärrohstoffen und gestiegenen Preisen für Entsorgungsleistungen aus. Alles in allem dürften die Umsätze der Entsorgungswirtschaft 2024 bestenfalls das Niveau des Vorjahres erreicht haben.
Unter der Prämisse, dass die schwache wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre vor allem strukturell bedingt war und bereits Spuren im Produktionspotenzial hinterlassen hat, rechnet das ifo Institut in seiner Prognose vom Dezember 2024 für das Jahr 2025 mit einer nur schleppenden gesamtwirtschaftlichen Erholung (0,4%). Sollten die richtigen wirtschaftspolitischen Weichen gestellt werden, könnte das Bruttoinlandsprodukt deutlich stärker expandieren (1,1%). Entsprechend kann man 2025 von stabilen bis leicht steigenden Abfallmengen ausgehen. Insgesamt kann die Entsorgungswirtschaft 2025 mit einem kleinen Umsatzplus rechnen.
Im Branchenschnitt dürfte die Ertragslage 2024 knapp zufriedenstellend ausgefallen sein. Unter der Voraussetzung, dass die gesamtwirtschaftliche Erholung mit steigenden Preisen für Sekundärrohstoffe einhergeht, dürfte sich die Ertragslage im Bereich der Rückgewinnung 2025 leicht entspannen. Im Branchenschnitt dürfte die Ertragssituation dennoch auf dem knapp zufriedenstellenden Niveau des Vorjahres 2024 verharren.
Obwohl Systeme zur Getrenntsammlung und Rücknahme existieren, landen große Mengen an Altbatterien als Fehlwürfe im Restmüll oder in getrennt erfassten Abfallströmen und verursachen häufig Brände in Abfallsammelfahrzeugen, Wertstoffhöfen sowie Sortier- und Behandlungsanlagen.
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